Kreditinstitut

AUFGABEN UND HANDLUNGSSPIELRÄUME EINES KREDITINSTITUTS

Ein Kreditinstitut ist ein Unternehmen der Finanzwirtschaft, das gewerbsmäßig Bankgeschäfte abwickelt. Dazu gehören barer und unbarer Zahlungsverkehr, Wertpapiergeschäfte, die Entgegennahme und Verwaltung verzinslicher Einlagen, die Einrichtung und Führung von Privat- und Geschäftskonten, das Anbieten der verschiedensten Anlagemöglichkeiten sowie die Bereitstellung von Darlehen und Krediten für Privatpersonen und Wirtschaftsunternehmen.

Kreditinstitute sind maßgeblich am Funktionieren der Geld- und Kapitalmärkte beteiligt und besitzen die Möglichkeit der Geldschöpfung, weshalb ihnen eine große Bedeutung für die finanzwirtschaftlichen Kreisläufe zukommt. Auch bei den Geschäftsabwicklungsprozessen der Realwirtschaft haben Kreditinstitute einen hohen Stellenwert. Überall, wo Waren im großen Maßstab gegen Geld getauscht werden, läuft das Geschäft über ein Kreditinstitut ab. Sie verwalten Wechsel, überwachen Scheckdeckungen und gewährleisten die Einlösung von Schecks. Die Zinspolitik der Kreditinstitute ist vom aktuellen Basiszins abhängig. Um wirtschaftsschädigende Handlungen der Kreditinstitute zu verhindern, unterliegen diese den verschiedensten nationalen und internationalen Rechtsvorschriften. Beispielsweise gilt für Kreditinstitute, deren Hauptsitz in Deutschland ist, das deutsche Kreditwesengesetz (KWG). Die Geschäfte der Kreditinstitute werden von der nationalen Bankenaufsicht und von der europäischen Zentralbank überwacht.

GESCHICHTE DER KREDITINSTITUTE

Kredite und folglich auch Kreditinstitute sind bei weitem kein Phänomen der Neuzeit. Bereits im 7. Jahrhundert n. Chr. wurden Metallmünzen zu ersten Tausch- und Leihgeschäften gebraucht, die folglich das reine Handeln mit Naturalien ersetzten. Karl der Große führte im 8. Jahrhundert schließlich eine europaweite einheitliche Währung - den Denar - ein, was die Leihgeschäfte weiter ankurbelte. In der Renaissance verbreitete sich das europäische Kreditwesen von Italien aus: Reiche Mäzen-Familien förderten große architektonische und künstlerische Projekte. Ab dem 19. Jahrhundert richteten sich Sparkassen und Genossenschaftsbanken auch an ärmere Bevölkerungsschichten, sowie kleine und mittelständische Unternehmen.

Fachbegriffe einfach erklärt von A -Z

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